So wählen Sie einen Ultraschall-Füllstandssensor für Industrietanks aus

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1. Einleitung

Eine präzise Füllstandsmessung ist für viele industrielle Anwendungen unverzichtbar, darunter Lagertanks, Wassertanks, Chemikalientanks, Schlammtanks, Abwassersysteme und Nass-Trocken-Dosierer. Ganz gleich, ob es darum geht, ein Überlaufen zu verhindern, Pumpen zu schützen, den Materialverbrauch zu überwachen oder die Prozessautomatisierung zu verbessern – die Wahl der richtigen Füllstandsmesstechnik wirkt sich unmittelbar auf die Zuverlässigkeit der Anlage und die Wartungskosten aus.

Eine Ultraschall-Füllstandssensor ist ein weit verbreiteter berührungsloser Füllstandssensor für die industrielle Tankfüllstandsmessung. Anstatt die Flüssigkeit direkt zu berühren, sendet der Sensor Ultraschallwellen in Richtung der Flüssigkeitsoberfläche aus und misst die Zeit, die das Echo benötigt, um zurückzukehren. Dadurch eignet sich die Ultraschalltechnologie besonders für Anwendungen, bei denen der Kontakt mit dem Medium zu Verunreinigungen, Korrosion, mechanischem Verschleiß oder häufigen Wartungsarbeiten führen kann.

Im Vergleich zu herkömmlichen berührenden Messgeräten wie Schwimmer-Füllstandsschaltern oder Druck-Füllstandsmessumformern bietet ein industrieller Ultraschall-Füllstandssensor mehrere praktische Vorteile. Er kann Flüssigkeitsstände ohne bewegliche Teile messen, das Risiko einer Verschmutzung des Sensors verringern und kontinuierliche Füllstandsdaten für Tanks und Prozessanlagen liefern. Für Wasser, Chemikalien, Schlamm und andere industrielle Medien können Ultraschall-Füllstandssensoren bei richtiger Auswahl und Installation eine kostengünstige und flexible Lösung darstellen.

Allerdings ist nicht jeder Ultraschall-Füllstandssensor für jeden Behälter geeignet. Vor der Auswahl eines Sensors müssen Ingenieure und Anlagenhersteller mehrere wichtige Faktoren berücksichtigen, darunter den Messbereich, die Totzone, das Ausgangssignal, die Behälterumgebung, die Art der Flüssigkeit, die Einbaubedingungen und die erforderliche Genauigkeit. So reicht für einen kleinen Wassertank möglicherweise ein kompakter Ultraschall-Füllstandssensor mit 2 m Messbereich aus, während für einen größeren Industrietank ein Sensor mit einem Messbereich von 4 m oder 6 m und einem analogen Ausgangssignal wie 4–20 mA oder 0–10 V erforderlich sein kann.

In diesem Leitfaden erläutern wir, wie Sie den richtigen Ultraschall-Füllstandssensor für Industrietanks auswählen, und gehen dabei auf die wichtigsten Auswahlkriterien sowie typische Anwendungsempfehlungen ein. Dies soll Ihnen dabei helfen, einen geeigneten Sensor für eine stabile, genaue und langfristige Füllstandsmessung in Tanks auszuwählen.

2. Was ist ein Ultraschall-Füllstandssensor?

Ein Ultraschall-Füllstandssensor ist ein berührungsloses Gerät zur Messung des Flüssigkeitsstands in einem Tank, Behälter oder Prozessbehälter. Er sendet hochfrequente Ultraschallimpulse von der Sensorfläche in Richtung der Flüssigkeitsoberfläche aus. Wenn diese Schallwellen die Flüssigkeitsoberfläche erreichen, werden sie zum Sensor zurückreflektiert. Der Sensor berechnet dann die Entfernung anhand der Zeit, die das Echo benötigt, um zurückzukehren – ein Verfahren, das als Laufzeitmessung bezeichnet wird.

Bei einer typischen Anwendung zur Füllstandsmessung in einem Tank wird der Sensor oben am Tank angebracht und zeigt nach unten in Richtung der Flüssigkeitsoberfläche. Die gemessene Entfernung entspricht dem Abstand zwischen dem Sensor und der Flüssigkeitsoberfläche. Um den tatsächlichen Füllstand zu berechnen, zieht das System diese gemessene Entfernung von der Gesamthöhe des Tanks ab.

Zum Beispiel:

D2 (Füllstand) = D3 (Einbauhöhe des Sensors) – D1 (Abstand vom Sensor zur Flüssigkeitsoberfläche)

Da der Sensor die Flüssigkeit nicht berühren muss, eignet sich ein Ultraschall-Füllstandssensor besonders für Anwendungen, bei denen ein direkter Kontakt zu Verunreinigungen, Korrosion oder mechanischem Verschleiß führen könnte. Damit ist er eine praktische Wahl für Wassertanks, Chemikalientanks, Abwassersysteme, Schlammtanks und andere industrielle Behälter.

Ein weiterer Vorteil der Ultraschall-Füllstandsmessung ist ihre Flexibilität. Ultraschallsensoren können nicht nur für saubere Flüssigkeitsoberflächen eingesetzt werden, sondern je nach Oberflächenbeschaffenheit und Einbauumgebung auch für bestimmte Schlämme, Pulver, Granulate und Schüttgüter. Bei Anwendungen mit korrosiven Flüssigkeiten oder Nass-Trocken-Zuführern kann ein korrosionsbeständiger Ultraschall-Füllstandssensor eine zuverlässigere Langzeitleistung gewährleisten.

Umweltüberwachungsanwendungen für verschiedenfarbige flüssige Staubspritzer

Im Gegensatz zu Schwimmer-Füllstandsschaltern haben Ultraschallsensoren keine beweglichen Teile. Anders als Druck-Füllstandsmessumformer müssen sie nicht am Boden des Behälters installiert werden oder direkt mit dem Medium in Kontakt kommen. Daher ist ein berührungsloser Füllstandssensor kann dazu beitragen, den Wartungsaufwand zu verringern, die Installation zu vereinfachen und die Messgenauigkeit in vielen industriellen Anwendungen zu verbessern.

Die Ultraschall-Füllstandsmessung hängt jedoch auch von der ordnungsgemäßen Installation und den Einsatzbedingungen ab. Faktoren wie Schaum, Dampf, starke Turbulenzen, Kondensation, Hindernisse im Behälter und eine falsche Einbaulage können die Echoqualität beeinträchtigen. Daher ist es bei der Auswahl eines Ultraschall-Füllstandssensors wichtig, den Messbereich, die Totzone, das Ausgangssignal, die Art der Flüssigkeit und die Umgebungsbedingungen im Behälter zu berücksichtigen.

3. Wichtige Faktoren bei der Auswahl eines Ultraschall-Füllstandssensors

Bei der Auswahl des richtigen Ultraschall-Füllstandssensors geht es nicht nur darum, einen Sensor mit dem richtigen Messbereich zu wählen. In realen industriellen Anwendungen wird die Leistung eines Ultraschall-Füllstandssensors auch durch die Behältergröße, die Totzone, das Ausgangssignal, die Art der Flüssigkeit, die Einbauumgebung, Temperaturschwankungen und die erforderliche Genauigkeit beeinflusst.

Vor der Auswahl eines Sensors ist es wichtig, die tatsächlichen Betriebsbedingungen des Behälters und des Steuerungssystems zu kennen. Die folgenden Faktoren können Ingenieuren, Anlagenherstellern und Systemintegratoren dabei helfen, einen geeigneten Sensor für eine stabile und zuverlässige Ultraschall-Füllstandsmessung auszuwählen.

3.1 Den richtigen Messbereich wählen

Der Messbereich ist einer der ersten Faktoren, die bei der Auswahl eines Ultraschall-Füllstandssensors zu berücksichtigen sind. Der Messbereich des Sensors muss den gesamten Füllstandsbereich im Behälter abdecken, vom niedrigsten bis zum höchsten Füllstand.

Die Wahl des richtigen Messbereichs bedeutet jedoch nicht nur, den Messbereich des Sensors an die Tankhöhe anzupassen. Sie müssen auch die Einbaulage des Sensors, den Einbauabstand und die Totzone berücksichtigen. Beträgt die Behälterhöhe beispielsweise 3 Meter, muss der Sensor möglicherweise etwas oberhalb der Behälteroberkante montiert werden, und die nutzbare Messreichweite kann durch die Totzone in der Nähe der Sensorfläche verringert werden.

Für kleine Wassertanks oder kompakte Geräte eignet sich ein Sensor mit kurzer Reichweite, wie beispielsweise ein 2 m Ultraschall-Füllstandssensor könnte ausreichen. Bei mittelgroßen Industrietanks reicht ein 3-Meter-Ultraschall-Füllstandssensor oder 4 m Ultraschall-Füllstandssensor ist oft besser geeignet. Bei größeren Behältern oder Anwendungen mit einer höheren Einbaulage ist ein 6 m Ultraschall-Füllstandssensor oder ein anderer Ultraschall-Füllstandssensor mit großer Reichweite kann erforderlich sein.

Bei der Wahl des Messbereichs ist es ratsam, einen angemessenen Spielraum einzuplanen, anstatt einen Sensor zu wählen, der die maximale Entfernung gerade so abdeckt. Dies trägt zur Verbesserung der Messstabilität bei und verringert das Risiko eines Signalverlusts bei wechselnden Oberflächenbedingungen.

Tipps zur Auswahl:

  • Wählen Sie für kleine Behälter einen kompakten Ultraschall-Füllstandssensor mit kurzer Reichweite.
  • Für mittelgroße Tanks sollten Sie Ultraschall-Füllstandssensoren mit einer Reichweite von 3 m oder 4 m in Betracht ziehen.
  • Für große Tanks oder hohe Einbaulagen sollten Sie einen 6 m langen oder einen Ultraschall-Füllstandssensor mit großer Reichweite wählen.
  • Überprüfen Sie vor der Installation stets sowohl den Messbereich als auch die Totzone.
  • Wählen Sie einen Sensor nicht ausschließlich anhand der Behälterhöhe aus.

3.2 Den toten Winkel überprüfen

Jeder Ultraschallsensor verfügt über eine Blindzone, die auch als Totzone bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um den Bereich direkt vor dem Sensor, in dem das Gerät die Flüssigkeitsoberfläche nicht zuverlässig erfassen kann. Steigt der Flüssigkeitsstand in diese Blindzone hinein, kann der Sensor instabile Messwerte, falsche Ausgangssignale oder gar keine gültigen Messwerte liefern.

Ultraschallsensoren und LiDAR - kollaborative Erkennung über Entfernungsabschnitte hinweg

Die Totzone entsteht, weil der Ultraschallwandler nach dem Aussenden eines Schallimpulses eine kurze Erholungszeit benötigt, bevor er das zurückkehrende Echo empfangen kann. Die Größe der Totzone hängt von der Sensorstruktur, der Frequenz, dem Messbereich und der Signalverarbeitungsauslegung ab. In vielen Anwendungen weist ein Sensor mit kürzerer Reichweite oder höherer Frequenz möglicherweise eine kleinere Blindzone auf, doch der genaue Wert sollte stets anhand der Produktspezifikationen überprüft werden.

Bei der Installation eines Ultraschall-Füllstandssensors muss der höchste Flüssigkeitsstand außerhalb der Totzone liegen. Hat der Sensor beispielsweise eine Totzone von 200 mm, sollte die maximale Flüssigkeitsoberfläche mindestens 200 mm von der Sensorfläche entfernt sein. In der Praxis ist es oft ratsam, einen zusätzlichen Sicherheitsabstand einzuhalten, um eine stabile Messung zu gewährleisten.

Das Nichtberücksichtigen der Blindzone ist einer der häufigsten Fehler bei der Auswahl von Ultraschall-Füllstandssensoren. Ein Sensor mag auf dem Papier zwar über eine ausreichende Gesamtreichweite verfügen, doch wenn die Blindzone nicht berücksichtigt wird, kann der nutzbare Messbereich kleiner ausfallen als erwartet.

Tipps zur Auswahl:

  • Überprüfen Sie den toten Winkel, bevor Sie den Sensor auswählen.
  • Halten Sie den maximalen Flüssigkeitsstand unterhalb der Blindzone.
  • Halten Sie einen ausreichenden Einbauabstand zwischen der Sensorfläche und der höchsten Flüssigkeitsoberfläche ein.
  • Wählen Sie für kompakte Tanks einen Ultraschallsensor mit kleinem Erfassungsblindbereich.
  • Vermeiden Sie es, den Sensor zu nahe am maximalen Flüssigkeitsstand zu installieren.

3.3 Auswahl des geeigneten Ausgangssignals

Das Ausgangssignal bestimmt, wie der Ultraschall-Füllstandssensor mit einer SPS, einer Steuerung, einem Display, einem Alarmsystem oder einem OEM-Gerät kommuniziert. Die Wahl des falschen Ausgangstyps kann zu Integrationsproblemen, einer instabilen Regelung oder zusätzlichen Verkabelungskosten führen.

Bei der Füllstandsmessung in Industrietanks gehören zu den gängigsten Ausgangsarten 4–20 mA, 0–10 V, PNP/NPN-Schaltausgang, RS232, TTL232 und Digitalausgang.

Ein 4–20-mA-Ultraschall-Füllstandsmessumformer findet in der industriellen Automatisierung breite Anwendung, da er sich für die Signalübertragung über große Entfernungen eignet und über eine hohe Störfestigkeit verfügt. Er wird häufig in Verbindung mit SPSen, Prozessreglern und Überwachungssystemen eingesetzt.

Ein Ultraschall-Füllstandssensor mit 0–10 V ist für die analoge Signalübertragung über kurze Entfernungen geeignet. Er wird häufig in Anlagen eingesetzt, bei denen die Steuerung einen Spannungseingang unterstützt und die Verkabelungsstrecke nicht sehr lang ist.

Ein Ultraschall-Füllstandssensor mit PNP- oder NPN-Schaltausgang eignet sich besser für die Alarmsteuerung bei hohem oder niedrigem Füllstand. Anstatt kontinuierliche Füllstandsdaten zu liefern, gibt er ein Schaltsignal aus, sobald die Flüssigkeit einen festgelegten Schwellenwert erreicht. Dies ist nützlich für den Überlaufschutz, die Pumpensteuerung und die Erkennung leerer Tanks.

Für die Geräteintegration und OEM-Anwendungen, RS232, TTL232, oder Ultraschallsensoren mit digitalem Ausgang könnten die bessere Wahl sein. Über diese Ausgänge kann der Sensor digitale Daten direkt an eine Steuerplatine, ein eingebettetes System oder ein intelligentes Gerät übertragen.

Einige All-in-One-Ultraschall-Füllstandssensoren unterstützen mehrere Ausgangsoptionen, wie beispielsweise Analogausgang, Schaltausgang und digitale Kommunikation. Dieser Typ eignet sich besonders für Maschinenbauer und Systemintegratoren, die eine flexible Konfiguration für verschiedene Projekte benötigen.

Tipps zur Auswahl:

  • Wählen Sie 4–20 mA für SPS-Systeme und die industrielle Signalübertragung über große Entfernungen.
  • Wählen Sie 0–10 V für die Erfassung analoger Signale über kurze Entfernungen.
  • Wählen Sie den PNP-/NPN-Schaltausgang für Hoch-/Tiefpegel-Alarm oder Pumpensteuerung.
  • Wählen Sie RS232 oder TTL232 für OEM-Geräte und eingebettete Systeme.
  • Entscheiden Sie sich für Sensoren mit mehreren Ausgängen, wenn Ihre Anwendung eine flexible Konfiguration erfordert.

3.4 Berücksichtigung der Flüssigkeitsart

Verschiedene Flüssigkeiten und Materialien können die Ultraschall-Füllstandsmessung auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Vor der Auswahl eines Ultraschall-Füllstandssensors ist es wichtig zu wissen, welches Medium gemessen werden soll.

Für Tanks zur Lagerung von sauberem Wasser oder gewöhnlichen Flüssigkeiten reicht in der Regel ein handelsüblicher Ultraschall-Füllstandssensor aus. Bei diesen Anwendungen ist die Flüssigkeitsoberfläche in der Regel relativ stabil, und das Risiko von Korrosion oder Verunreinigungen ist gering.

Für Chemikalientanks oder korrosive Flüssigkeiten ist ein Standardsensor möglicherweise nicht geeignet. In diesen Anwendungsfällen empfiehlt es sich, einen korrosionsbeständigen Ultraschall-Füllstandssensor aus korrosionsbeständigen Materialien oder mit einer geschützten Messfläche zu wählen. Dies trägt dazu bei, die Lebensdauer zu verlängern und die langfristige Zuverlässigkeit zu verbessern.

Bei Anwendungen mit Schlamm, dickflüssigen Medien, Zufuhrflüssigkeiten oder Nass-Trocken-Zuführungen kann die Flüssigkeitsoberfläche uneben, klebrig oder verunreinigt sein. Der Sensor sollte über eine stabile Signalverarbeitung, eine zuverlässige Echodetektion und eine gute Beständigkeit gegenüber rauen Betriebsbedingungen verfügen. Ein korrosionsbeständiger Füllstandssensor mit kurzer Reichweite kann eine geeignete Option für feuchte oder verunreinigte Umgebungen sein.

Bei Flüssigkeiten mit Schaumbildung, Dampf, starken Turbulenzen oder starker Kondensation sollte die Ultraschallmessung sorgfältiger geprüft werden. Schaum kann Ultraschallwellen absorbieren oder streuen, während Dampf und Temperaturschwankungen die Schallübertragung beeinträchtigen können. In diesen Fällen sind die richtige Einbaulage, die Signalfilterung und die Temperaturkompensation besonders wichtig.

Tipps zur Auswahl:

  • Verwenden Sie für Reinwassertanks einen handelsüblichen Ultraschall-Füllstandssensor.
  • Wählen Sie für Chemikalientanks einen korrosionsbeständigen Ultraschall-Füllstandssensor.
  • Wählen Sie für Schlamm- oder Nass-Trocken-Zuführer einen Sensor mit stabiler Signalverarbeitung und Korrosionsbeständigkeit.
  • Bei schaumartigen, dampfartigen oder unruhigen Oberflächen sollten Sie die Anwendung vor der Auswahl sorgfältig prüfen.
  • Vermeiden Sie den Einsatz eines Standardsensors in korrosiven oder verschmutzten Umgebungen.

3.5 Die Installationsumgebung prüfen

Die Einbauumgebung hat direkten Einfluss auf die Leistung und die Lebensdauer eines Ultraschall-Füllstandssensors. Selbst wenn die Sensorspezifikationen korrekt sind, kann eine unsachgemäße Installation dennoch zu instabilen Messwerten oder Fehlsignalen führen.

Überlegen Sie zunächst, ob der Sensor im Innen- oder Außenbereich installiert werden soll. Bei Außentanks kann der Sensor Regen, Staub, Sonneneinstrahlung, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ausgesetzt sein. In diesem Fall wird ein wasserdichter Ultraschall-Füllstandssensor mit einer geeigneten Schutzart, wie beispielsweise IP67 oder IP68, empfohlen.

Zweitens sollten Sie prüfen, ob sich im Tank Staub, Dampf, Kondenswasser oder korrosive Gase befinden. Diese Faktoren können das Ultraschallecho beeinträchtigen oder den Sensor auf Dauer beschädigen. Für raue Umgebungen ist eine korrosionsbeständige oder abgedichtete Sensorkonstruktion besser geeignet.

Drittens sollten Sie auf die Einbaulage achten. Der Sensor sollte nach Möglichkeit senkrecht über der Flüssigkeitsoberfläche installiert werden. Er sollte nicht zu nahe an der Behälterwand, dem Einlass, dem Rührwerk, der Leiter, Rohrleitungen oder anderen inneren Hindernissen angebracht werden. Diese Objekte können Ultraschallwellen reflektieren und falsche Echos verursachen.

Wenn mehrere Ultraschallsensoren in unmittelbarer Nähe zueinander installiert sind, besteht die Gefahr von Übersprechen. Übersprechen tritt auf, wenn ein Sensor das Ultraschallsignal eines anderen Sensors empfängt. Um dieses Problem zu verringern, sollten die Sensoren in einem angemessenen Abstand zueinander angebracht, synchronisiert oder mit geeigneter Störfestigkeit ausgewählt werden.

Tipps zur Auswahl:

  • Verwendung IP67 oder IP68 Ultraschall-Füllstandssensoren für feuchte Umgebungen oder den Einsatz im Freien.
  • Vermeiden Sie es, den Sensor in der Nähe von Tankwänden, Einlässen, Mischern oder inneren Hindernissen zu installieren.
  • Installieren Sie den Sensor senkrecht in Richtung der Flüssigkeitsoberfläche.
  • Ziehen Sie korrosionsbeständige Varianten für chemische Dämpfe oder korrosive Gase in Betracht.
  • Überprüfen Sie den Abstand zwischen den Sensoren, wenn mehrere Ultraschallsensoren in unmittelbarer Nähe eingesetzt werden.

3.6 Berücksichtigung von Genauigkeit, Auflösung und Temperaturkompensation

Bei der industriellen Füllstandsmessung ist die maximale Messreichweite nicht die einzige wichtige Spezifikation. Auch Genauigkeit, Auflösung, Wiederholbarkeit und Signalstabilität sind von entscheidender Bedeutung, insbesondere wenn die Füllstandsdaten für die Prozesssteuerung, die Bestandsüberwachung oder den automatischen Betrieb von Anlagen verwendet werden.

Ein hochpräziser Ultraschall-Füllstandssensor liefert zuverlässigere Messergebnisse, während ein hochauflösender Ultraschall-Füllstandssensor auch geringfügige Füllstandsänderungen erfassen kann. Dies ist insbesondere in kleinen Behältern, Dosiersystemen, Zuführsystemen oder Anwendungen von Vorteil, bei denen eine präzise Füllstandskontrolle erforderlich ist.

Die Temperaturkompensation ist ein weiteres wichtiges Merkmal. Ultraschallsensoren berechnen die Entfernung anhand der Schallgeschwindigkeit, und die Schallgeschwindigkeit ändert sich mit der Temperatur. Ohne Temperaturkompensation kann die Messgenauigkeit bei Änderungen der Umgebungstemperatur beeinträchtigt werden. Für Tanks im Außenbereich, Chemietanks oder industrielle Umgebungen mit starken Temperaturschwankungen wird ein Ultraschallsensor mit integrierter Temperaturkompensation empfohlen.

Fortschrittliche Signalverarbeitungsfunktionen wie adaptive Verstärkung, Echofilterung und Rauschunterdrückung können ebenfalls zur Verbesserung der Messstabilität beitragen. Diese Funktionen ermöglichen es dem Sensor, sich an unterschiedliche Oberflächenbedingungen anzupassen und die Auswirkungen von Störungen durch Behälterkonstruktionen, schwache Echos oder Umgebungsgeräusche zu reduzieren.

Tipps zur Auswahl:

  • Prüfen Sie die Genauigkeit und die Auflösung, nicht nur den Messbereich.
  • Verwenden Sie die Temperaturkompensation in Umgebungen mit Temperaturschwankungen.
  • Entscheiden Sie sich für eine stabile Signalverarbeitung bei Schlamm, unebenen Oberflächen oder Industrietanks.
  • Berücksichtigen Sie die Wiederholgenauigkeit, wenn der Sensor für die automatische Regelung eingesetzt wird.
  • Wählen Sie für anspruchsvolle Anwendungen Sensoren mit adaptiver Verstärkung oder Filterfunktionen.

Unterschiedliche Behälter und Einsatzumgebungen erfordern unterschiedliche Konfigurationen von Ultraschall-Füllstandssensoren. Ein kleiner Wassertank, ein großer industrieller Lagertank, ein Chemikalientank und ein OEM-Steuerungssystem können zwar alle Ultraschalltechnologie nutzen, doch der geeignete Messbereich, das Ausgangssignal, die Gehäusekonstruktion und die Schutzart können sehr unterschiedlich sein.

Die folgende Tabelle dient als praktische Auswahltabelle für gängige industrielle Anwendungen.

Anmeldung Empfohlener Sensortyp Wichtigste Merkmale
Kleiner Wassertank 2 m langer, vollintegrierter Ultraschall-Füllstandssensor Kompakte Bauweise, berührungslose Messung, geeignet für die Füllstandserfassung im Nahbereich
Mittlerer Industrietank 3 m / 4 m All-in-One-Ultraschall-Füllstandssensor Analoge, schaltende und digitale Ausgangsoptionen für eine flexible Integration
Großer Tank oder hohe Einbaulage 6 m Ultraschall-Füllstandssensor Großer Messbereich, kontinuierliche Füllstandsmessung
Chemikalientank Korrosionsbeständiger Ultraschall-Füllstandssensor Korrosionsbeständige Konstruktion, geeignet für raue Flüssigkeitsumgebungen
Schlamm- oder Nass-Trocken-Zuführung Korrosionsbeständiger Füllstandssensor für kurze Messreichweiten Zuverlässige Erkennung in feuchten, klebrigen oder verschmutzten Umgebungen
Tanküberwachung mittels SPS 4–20 mA Ultraschall-Füllstandsmessumformer Industrieller Analogausgang, geeignet für SPS und Signalübertragung über große Entfernungen
Integration von OEM-Geräten Ultraschallsensor mit digitalem Ausgang RS232-/TTL232-Kommunikation für eingebettete Systeme und intelligente Geräte

Kleine Wassertanks

Für kleine Wassertanks, kompakte Geräte oder die Füllstandsüberwachung über kurze Entfernungen eignet sich ein 2 m langer, vollintegrierter Ultraschall-Füllstandssensor ist in der Regel eine praktische Wahl. Es ermöglicht eine berührungslose Messung, ohne dass der Sensor die Flüssigkeitsoberfläche berühren muss.

Dieser kompakte Ultraschall-Füllstandssensor eignet sich für Anwendungen mit begrenztem Einbauraum, wie beispielsweise kleine Prozessbehälter, Wasserspeicher, Hilfsbehälter und Systeme zur Füllstandsüberwachung von Anlagen. Im Vergleich zu Schwimmerschaltern verfügt er über keine beweglichen Teile und liefert kontinuierliche Füllstandsdaten anstelle von bloßen Hoch-/Tief-Signalen.

Typische Anwendungen sind:

  • Kleine Wassertanks
  • Wassertanks für Geräte
  • Zusatzflüssigkeitsbehälter
  • Kompakte Industriecontainer
  • Füllstandsmessung in Tanks über kurze Entfernungen

Mittlere Industrietanks

Für mittelgroße Tanks gilt: a 3 m oder 4 m Ein All-in-One-Ultraschall-Füllstandssensor ist oft besser geeignet. Diese Sensoren decken einen größeren Messbereich ab und werden häufig zur Füllstandsüberwachung in Industrietanks, Prozessanlagen, Lagerbehältern und Automatisierungssystemen eingesetzt.

Ein All-in-One-Ultraschall-Füllstandssensor ist besonders dann nützlich, wenn das System flexible Ausgangsoptionen erfordert. Je nach Steuerung oder SPS kann der Sensor einen analogen Ausgang, einen Schaltausgang oder einen digitalen Signalausgang bereitstellen. Dies erleichtert es Anlagenherstellern und Systemintegratoren, dieselbe Sensorplattform in verschiedenen Projekten einzusetzen.

Typische Anwendungen sind:

  • Industrielle Wassertanks
  • Tanks für Prozessflüssigkeiten
  • Mittlere Lagertanks
  • An Maschinen montierte Flüssigkeitsbehälter
  • Automatische Befüll- oder Entleerungssysteme

Bei Anwendungen mit mittelgroßen Tanks sollten Ingenieure vor der Auswahl den Messbereich, die Totzone, die Einbauhöhe, das Ausgangssignal und die Schutzart prüfen.

Große Tanks oder hohe Einbaulagen

Für größere Tanks oder Anwendungen, bei denen der Sensor an einer höheren Position installiert werden muss, ist ein 6 m Ultraschall-Füllstandssensor oder ein anderer Ultraschall-Füllstandssensor mit großer Reichweite wird empfohlen. Dieser Sensortyp ist für die kontinuierliche Füllstandsmessung über größere Entfernungen ausgelegt.

Ein Sensor mit großer Reichweite ist sinnvoll, wenn die Tankhöhe groß ist, sich der Füllstand über einen weiten Bereich ändert oder der Sensor nicht nahe an der Flüssigkeitsoberfläche angebracht werden kann. Bei der Auswahl eines Ultraschall-Füllstandssensors mit großer Reichweite ist es jedoch wichtig, die Echostärke, den Abstrahlwinkel, die Totzone und die Tankstruktur zu berücksichtigen.

Typische Anwendungen sind:

  • Große industrielle Lagertanks
  • Tankanlagen in erhöhter Lage
  • Wasseraufbereitungsbehälter
  • Chemikalienlagertanks
  • Lagersysteme für Flüssigkeiten in Großmengen

Bei großen Tanks ist die Einbaulage von großer Bedeutung. Der Sensor sollte senkrecht zur Flüssigkeitsoberfläche und in ausreichendem Abstand zu Tankwänden, Leitern, Rohrleitungen, Rührwerken oder Zulaufströmen montiert werden, die zu falschen Echos führen könnten.

Chemikalientanks

Bei Chemikalientanks oder korrosiven Flüssigkeiten bietet ein herkömmlicher Ultraschall-Füllstandssensor möglicherweise keine ausreichende Langzeitzuverlässigkeit. In diesen Anwendungsfällen sollte ein korrosionsgeschützter oder korrosionsbeständiger Ultraschall-Füllstandssensor gewählt werden.

Da es sich bei der Ultraschallmessung um eine berührungslose Messung handelt, muss der Sensor nicht in die Flüssigkeit eingetaucht werden. Dies trägt bereits dazu bei, das Korrosionsrisiko zu verringern. Dennoch können chemische Dämpfe, Spritzer, Kondenswasser und korrosive Gase die Sensoroberfläche und das Gehäuse beeinträchtigen. Daher sind das Material des Sensors und die Dichtungsstruktur von großer Bedeutung.

Typische Anwendungen sind:

  • Chemikalienlagertanks
  • Tanks für saure oder alkalische Flüssigkeiten
  • Korrosive Prozessflüssigkeiten
  • Industrielle Dosierbehälter
  • Systeme zur chemischen Behandlung

Bei Chemietanks sollten Ingenieure vor der Auswahl des Sensors die Art der Flüssigkeit, den Dampfzustand, die Temperatur, den Tankdruck und die Einbaubedingungen überprüfen.

Schlamm- oder Nass-Trocken-Zuführer

Intelligenter Haferbrei-Spender – Füllstands- und Materialerfassung – ISU112-28TRBJ-T1

Bei Schlamm, Zufuhrflüssigkeiten, klebrigen Materialien oder Nass-Trocken-Zuführungsanwendungen ist die Flüssigkeitsoberfläche möglicherweise nicht so stabil wie bei sauberem Wasser. Im Behälter können sich Schaum, Spritzer, Unebenheiten, Rückstände oder Verunreinigungen befinden. In diesen Fällen ist ein Ultraschall-Füllstandssensor mit Korrosionsschutz für kurze Messreichweiten mit stabiler Signalverarbeitung ist oft die bessere Wahl.

Beispielsweise kann ein Kurzstreckensensor wie ein korrosionsbeständiger Ultraschall-Füllstandssensor mit 450 mm Reichweite und RS232-Ausgang für kompakte Nass-Trocken-Dosierer oder korrosive Tankumgebungen geeignet sein, in denen eine zuverlässige Erfassung aus nächster Nähe erforderlich ist.

Typische Anwendungen sind:

  • Nass-Trocken-Futterautomaten
  • Schlammtanks
  • Behälter für Flüssigfutter
  • Klebrige oder verschmutzte Flüssigkeitsoberflächen
  • Kompakte Tanks für korrosive Stoffe

Bei diesen Anwendungen sollte der Sensor über eine zuverlässige Echodetektion, eine angemessene Korrosionsbeständigkeit und eine stabile Ausgangsleistung unter wechselnden Oberflächenbedingungen verfügen.

Im Allgemeinen hängt die Wahl des besten Ultraschall-Füllstandssensors von der jeweiligen Anwendung ab. Für einen kleinen Frischwassertank kann ein kompakter 2-Meter-Sensor ausreichend sein. Für mittlere oder große Industrietanks sind möglicherweise 3-Meter-, 4-Meter- oder 6-Meter-Sensoren mit analogem Ausgang besser geeignet. Bei chemischen Flüssigkeiten, Schlamm oder Nass-Trocken-Dosierern sollten Korrosionsschutz und eine stabile Signalverarbeitung im Vordergrund stehen. Bei SPS- oder OEM-Systemen sollte das Ausgangssignal entsprechend den Anforderungen der Steuerung ausgewählt werden.

5. Ultraschall-Füllstandssensor im Vergleich zu anderen Technologien zur Füllstandsmessung

Ein Ultraschall-Füllstandssensor ist nur eine von mehreren Technologien, die für die industrielle Füllstandsmessung eingesetzt werden. Je nach Tankkonstruktion, Flüssigkeitsart, Genauigkeitsanforderung und Budget können Ingenieure auch Schwimmer-Füllstandssensoren, Druck-Füllstandsmessumformer, kapazitive Füllstandssensoren oder Radar-Füllstandssensoren in Betracht ziehen.

Jede Technologie hat ihre eigenen Vorteile und Einschränkungen. Die beste Wahl hängt von der konkreten Anwendung ab, nicht nur vom Preis des Sensors.

Ultraschall-Füllstandssensor vs. Schwimmer-Füllstandssensor

Ein Schwimmer-Füllstandssensor ist ein herkömmliches Kontaktmessgerät. Er nutzt ein Schwimmerelement, das sich entsprechend dem Flüssigkeitsstand auf und ab bewegt. Schwimmer-Füllstandsschalter sind einfach, kostengünstig und lassen sich leicht für die grundlegende Erkennung von Hoch- oder Niedrigständen einsetzen.

Da der Schwimmer jedoch direkten Kontakt mit der Flüssigkeit haben muss, kann er durch Verunreinigungen, Anhaftungen, Korrosion oder mechanischen Verschleiß beeinträchtigt werden. In Flüssigkeiten mit Verunreinigungen, Schlamm, klebrigen Stoffen oder chemischen Medien kann der Schwimmer mit der Zeit verstopfen oder beschädigt werden.

Ein Ultraschall-Füllstandssensor hingegen ist ein berührungsloser Füllstandssensor. Er wird oberhalb des Behälters montiert und berührt die Flüssigkeitsoberfläche nicht. Dies trägt dazu bei, den mechanischen Verschleiß und den Wartungsaufwand zu verringern. Außerdem kann er anstelle eines reinen Schaltsignals eine kontinuierliche Füllstandsmessung liefern.

Für die einfache Ein-/Aus-Füllstandserfassung in reinen Flüssigkeiten kann ein Schwimmercensor ausreichen. Für die kontinuierliche Füllstandsmessung in Behältern, bei korrosiven Flüssigkeiten oder in Anwendungen, bei denen eine Reduzierung des Wartungsaufwands wichtig ist, ist die Ultraschalltechnologie jedoch oft die bessere Wahl.

Ultraschall-Füllstandssensor vs. Druck-Füllstandssensor

Ein Druckfüllstandssensor, auch hydrostatischer Füllstandssensor genannt, misst den Flüssigkeitsstand, indem er den von der Flüssigkeitssäule erzeugten Druck erfasst. Er wird in der Regel am Boden oder an der Seite des Behälters installiert und muss in direktem Kontakt mit der Flüssigkeit stehen.

Drucksensoren ermöglichen eine stabile Füllstandsmessung in vielen Anwendungen mit Flüssigkeiten, insbesondere wenn die Dichte der Flüssigkeit bekannt und relativ konstant ist. Sie eignen sich zudem für Behälter, in denen die Installation von Sensoren an der Oberseite schwierig ist.

Die druckbasierte Messung kann jedoch durch Änderungen der Flüssigkeitsdichte, Ablagerungen, Verstopfungen, Korrosion und die Einbaubedingungen beeinträchtigt werden. Da der Sensor mit dem Medium in Kontakt steht, kann er in verschmutzten, korrosiven oder kristallisierenden Flüssigkeiten einen höheren Wartungsaufwand erfordern.

Ein Ultraschall-Füllstandssensor misst den Abstand zwischen der Tankoberkante und der Flüssigkeitsoberfläche. Da kein Kontakt mit der Flüssigkeit erforderlich ist, lässt er sich in vielen offenen oder atmosphärischen Tanks einfacher installieren und warten. Bei Wassertanks, Chemikalientanks und einigen Schlammanwendungen bieten Ultraschallsensoren eine sauberere und flexiblere Lösung für die berührungslose Füllstandsmessung.

Drucksensoren können bei geschlossenen Tanks, Hochdruckbehältern oder Anwendungen mit starker Schaumbildung an der Oberfläche vorzuziehen sein. Ultraschallsensoren werden häufig bei Tanks unter Atmosphärendruck bevorzugt, bei denen eine berührungslose Messung und eine einfache Wartung wichtig sind.

Ultraschall-Füllstandssensor vs. kapazitiver Füllstandssensor

Ein kapazitiver Füllstandssensor erfasst Füllstandsänderungen anhand der Kapazitätsänderung zwischen dem Sensor und dem Material. Er kann für Flüssigkeiten, Pulver und Schüttgüter eingesetzt werden und wird je nach Bauart häufig zur Punktfüllstandserfassung oder zur kontinuierlichen Messung verwendet.

Kapazitive Sensoren eignen sich gut für bestimmte kompakte Behälter und Anwendungen zur Materialerkennung. Allerdings werden sie in der Regel durch die Dielektrizitätskonstante des Mediums beeinflusst. Ändern sich die Materialeigenschaften, muss die Messung möglicherweise neu kalibriert werden. Auch Ablagerungen, Anhaftungen oder klebrige Materialien an der Sensorsonde können die Genauigkeit beeinträchtigen.

Im Vergleich dazu misst ein Ultraschall-Füllstandssensor den Abstand zur Materialoberfläche mithilfe von Schallwellen. Er ist unabhängig von der Farbe oder Transparenz der Flüssigkeit und muss nicht in das Medium eingetaucht werden. Dadurch eignen sich Ultraschallsensoren für viele Anwendungen mit Wasser, Chemikalien, Schlämmen, Pulvern und körnigen Materialien, sofern die Oberfläche ein stabiles Echo zurückwirft.

Kapazitive Sensoren können eine gute Wahl für kompakte Geräte oder die Punktfüllstandsmessung sein. Ultraschallsensoren eignen sich besser, wenn eine berührungslose Installation und kontinuierliche Füllstandsdaten erforderlich sind.

Ultraschall-Füllstandssensor vs. Radar-Füllstandssensor

Radar-Füllstandssensoren und Ultraschall-Füllstandssensoren sind beides berührungslose Technologien. Der Hauptunterschied liegt in der Art des Signals: Ultraschallsensoren nutzen hochfrequente Schallwellen, während Radarsensoren elektromagnetische Wellen oder Mikrowellen verwenden.

Radar-Füllstandssensoren zeigen in rauen Umgebungen mit Dampf, Staub, hohen Temperaturen, Druckschwankungen oder Dämpfen in der Regel eine bessere Leistung. Sie sind im Allgemeinen weniger anfällig für Temperatur- und Druckschwankungen als Ultraschallsensoren und liefern auch unter anspruchsvolleren industriellen Bedingungen zuverlässige Messergebnisse.

Radarsensoren sind jedoch in der Regel teurer als Ultraschallsensoren. Für viele Standardanwendungen wie Wassertanks, Abwassertanks, Chemikalienlagertanks und die allgemeine industrielle Tanküberwachung kann ein industrieller Ultraschall-Füllstandssensor bei korrekter Installation eine kostengünstige und zuverlässige Lösung darstellen.

Ultraschallsensoren können durch starken Schaum, starken Dampf, Luftturbulenzen, Kondenswasser oder komplexe Behälterkonstruktionen beeinträchtigt werden. In solchen Fällen kann der Einsatz von Radarsensoren in Betracht gezogen werden, wenn die Ultraschallmessung keine stabilen Ergebnisse liefert. Bei sauberen Flüssigkeiten, Behältern mit mäßig chemisch aggressiven Medien, Schlammtanks und offen stehenden Behältern ist die Ultraschall-Füllstandsmessung jedoch oft einfacher anzuwenden und wirtschaftlicher.

Übersichtstabelle
Technologie Messart Wichtigste Vorteile Einschränkungen Geeignete Anwendungsbereiche
Ultraschall-Füllstandssensor Berührungslose kontinuierliche Messung Kein Kontakt mit Flüssigkeiten, geringer Wartungsaufwand, kostengünstig, für viele Behälter geeignet Kann durch Schaum, Dampf, Turbulenzen, Kondenswasser und Hindernisse beeinträchtigt werden Wassertanks, Chemikalientanks, Abwasser, Schlamm, Industrietanks
Schwimmer-Füllstandssensor Kontaktpunktmessung oder einfache Füllstandsmessung Geringe Kosten, einfacher Aufbau Bewegliche Teile, mögliches Festklemmen, Verschleiß, Korrosion, begrenzte kontinuierliche Daten Einfacher Hoch-/Tiefstandalarm bei reinen Flüssigkeiten
Druckmesssensor Kontaktbehaftete kontinuierliche Messung In vielen Flüssigkeitstanks stabil, geeignet, wenn eine Montage von oben schwierig ist Beeinflusst durch Dichteänderungen, Sedimente, Verstopfungen, Korrosion Füllstandsmessung am Tankboden, bei geschlossenen oder tiefen Tanks
Kapazitiver Füllstandssensor Berührend oder berührungslos, je nach Ausführung Geeignet für Flüssigkeiten, Pulver und körnige Stoffe Beeinflusst durch dielektrische Eigenschaften, Ablagerungen und Materialveränderungen Kompakte Behälter, Punktfüllstandsmessung, bestimmte Anwendungen mit Feststoffen
Radar-Füllstandssensor Berührungslose kontinuierliche Messung Hohe Leistungsfähigkeit bei Dampf, Staub, Druck und Temperaturschwankungen Höhere Kosten, komplexere Auswahl Anspruchsvolle Industrietanks, hochwertige Prozessanwendungen

Zusammenfassend lassen sich als Hauptvorteile des Ultraschall-Füllstandssensors die berührungslose Messung, die einfache Installation, der geringe Wartungsaufwand und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis nennen. Er eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen der Sensor die Flüssigkeit nicht berühren darf, wie beispielsweise in Wassertanks, Chemikalientanks, Schlammbehältern und einigen Schüttgutlagersystemen.

Wenn bei der Anwendung jedoch starker Schaumbildung, starke Dämpfe, hoher Druck, hohe Temperaturen oder sehr komplexe interne Tankstrukturen auftreten, sind möglicherweise andere Technologien wie Radar oder Druckmessung besser geeignet. Bei den meisten industriellen Standardtanks kann ein richtig ausgewählter und installierter Ultraschall-Füllstandssensor eine stabile, genaue und wirtschaftliche Füllstandsmessung gewährleisten.

6. Häufige Fehler bei der Auswahl eines Ultraschall-Füllstandssensors

Auch wenn ein Ultraschall-Füllstandssensor einfach zu installieren und weit verbreitet ist, kann eine falsche Auswahl oder Installation dennoch zu instabilen Messwerten, falschen Echos, Signalverlusten oder einer mangelnden Langzeitzuverlässigkeit führen. Viele Probleme werden nicht durch den Sensor selbst verursacht, sondern durch die Wahl eines falschen Messbereichs, das Ignorieren der Totzone, die Verwendung eines ungeeigneten Ausgangssignals oder die Installation des Sensors an einer ungünstigen Position.

Im Folgenden sind einige häufige Fehler aufgeführt, die bei der Auswahl eines Ultraschall-Füllstandssensors für Industrietanks vermieden werden sollten.

6.1 Nur die Tankhöhe überprüfen, dabei aber den toten Winkel außer Acht lassen

Einer der häufigsten Fehler besteht darin, einen Sensor ausschließlich anhand der Behälterhöhe auszuwählen. Beträgt die Behälterhöhe beispielsweise 2 Meter, wählen manche Anwender einfach einen 2-Meter-Ultraschall-Füllstandssensor aus, ohne die Totzone zu überprüfen.

Jeder Ultraschallsensor weist jedoch eine Blindzone auf, die auch als Totzone bezeichnet wird. Wenn die Flüssigkeitsoberfläche zu nahe an die Sensorfläche heranrückt, kann der Sensor den Füllstand möglicherweise nicht korrekt erfassen. Dies kann zu instabilen Messwerten, falschen Ausgangssignalen oder einem Blindzonenalarm führen.

Bei der Auswahl eines Ultraschall-Füllstandssensors sollten Sie stets den nutzbaren Messbereich berechnen:

Nutzbarer Messbereich = Messbereich des Sensors – Totzone

Bei anspruchsvollen Überwachungsanwendungen ist darauf zu achten, dass der maximale Füllstand außerhalb der Totzone bleibt. Es wird außerdem empfohlen, einen zusätzlichen Sicherheitsabstand einzuhalten, um die Messstabilität zu verbessern.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

  • Überprüfen Sie vor der Auswahl den toten Winkel des Sensors.
  • Der maximale Flüssigkeitsstand darf nicht in die Totzone gelangen.
  • Halten Sie oberhalb des höchsten Flüssigkeitsstands ausreichend Einbauabstand ein.
  • Wählen Sie für kompakte Tanks einen Ultraschallsensor mit kleinem Erfassungsblindbereich.

6.2 Wahl des falschen Ausgangssignals für die SPS oder den Regler

Ein weiterer häufiger Fehler ist die Wahl eines Ausgangssignals, das nicht zum Steuerungssystem passt. Je nach Anwendung sind unterschiedliche Ausgangstypen erforderlich, wie beispielsweise 4–20 mA, 0–10 V, PNP-/NPN-Schaltausgang, RS232 oder TTL232.

Wenn die SPS beispielsweise nur analoge 4–20-mA-Eingänge akzeptiert, ist für einen 0–10-V-Sensor möglicherweise ein zusätzlicher Signalwandler erforderlich. Wenn für die Anwendung lediglich ein Hochpegel-Alarm benötigt wird, ist ein kontinuierlicher Analogausgang möglicherweise nicht erforderlich. Wird der Sensor in OEM-Geräten eingesetzt, ist möglicherweise ein digitaler Ausgang wie RS232 oder TTL232 besser geeignet.

Die Wahl des falschen Ausgangs kann die Komplexität der Verkabelung erhöhen, die Signalstabilität beeinträchtigen oder Integrationsprobleme verursachen.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

  • Überprüfen Sie den Eingabetyp der SPS, des Reglers oder des Displays.
  • Wählen Sie 4–20 mA für die industrielle Signalübertragung über große Entfernungen.
  • Wählen Sie 0–10 V für analoge Eingangssysteme mit kurzen Übertragungsstrecken.
  • Wählen Sie PNP/NPN-Schaltausgang für Hoch-/Tiefpegel-Alarm.
  • Wählen Sie RS232 / TTL232 für OEM-Geräte oder eingebettete Systeme.

6.3 Einbau des Sensors zu nahe an der Tankwand

Ein Ultraschall-Füllstandssensor sollte so angebracht werden, dass die Schallwelle direkt zur Flüssigkeitsoberfläche gelangen und ungehindert zum Sensor zurückkehren kann. Wird der Sensor zu nahe an der Behälterwand, einem Rohr, einer Leiter, einem Einlauf, einem Rührwerk oder anderen Einbauten angebracht, können diese Objekte falsche Echos erzeugen.

Falsche Echos können dazu führen, dass der Sensor eine falsche Entfernung misst, was zu instabilen oder ungenauen Füllstandsmesswerten führt. Dieses Problem tritt besonders häufig in schmalen Behältern oder Behältern mit inneren Hindernissen auf.

Um eine optimale Leistung zu erzielen, sollte der Sensor senkrecht über der Flüssigkeitsoberfläche und in ausreichendem Abstand zur Behälterwand oder zu anderen Gegenständen angebracht werden, die Ultraschallwellen reflektieren könnten.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

  • Installieren Sie den Sensor senkrecht in Richtung der Flüssigkeitsoberfläche.
  • Halten Sie ausreichend Abstand zu den Tankwänden und den inneren Strukturen ein.
  • Vermeiden Sie die Montage in der Nähe von Einlässen, Mischern, Leitern, Rohren oder Leitblechen.
  • Wählen Sie einen für die Tankgröße geeigneten Abstrahlwinkel.
  • Überprüfen Sie nach der Installation die Echostabilität.

6.4 Nichtberücksichtigung von Schaum, Dampf, Turbulenzen oder Kondensation

Die Ultraschall-Füllstandsmessung ist auf ein klares Echo von der Flüssigkeitsoberfläche angewiesen. Schaum, Dampf, Turbulenzen, dichter Dampf und Kondensat können das Ultraschallsignal abschwächen oder stören. Dies kann zu falschen Messwerten, instabilen Ausgangssignalen oder Signalverlust führen.

So kann beispielsweise dichter Schaum Ultraschallwellen absorbieren oder streuen. Starker Dampf kann die Schallübertragung beeinträchtigen. Eine durch Befüllen, Entleeren oder Mischen verursachte turbulente Flüssigkeitsoberfläche kann zu instabilen Echos führen. Auch Kondenswasser auf der Sensoroberfläche kann die Messleistung beeinträchtigen.

Ultraschallsensoren können in vielen Industrietanks gut funktionieren, doch sollten diese schwierigen Bedingungen vor der Auswahl geprüft werden.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

  • Vermeiden Sie es, den Sensor direkt über der Einfüllöffnung anzubringen.
  • Halten Sie den Sensor von Bereichen mit starken Turbulenzen oder Spritzwasser fern.
  • Verwenden Sie eine Signalfilterung oder eine stabile Mittelwertbildung, wenn die Oberfläche instabil ist.
  • Wählen Sie Sensoren mit Temperaturkompensation und zuverlässiger Echoverarbeitung aus.
  • Bei Tanks für schweren Schaum, starken Dampf oder Hochdruck sollten Sie prüfen, ob Radar oder eine andere Technologie besser geeignet ist.

6.5 Einsatz eines Standardsensors in Umgebungen mit korrosiven Flüssigkeiten

Bei Chemietanks, korrosiven Flüssigkeiten oder Tanks mit korrosiven Dämpfen kann der Einsatz eines handelsüblichen Ultraschall-Füllstandssensors die Lebensdauer des Sensors verkürzen. Auch wenn die Ultraschallmessung berührungslos erfolgt, können die Sensoroberfläche und das Gehäuse dennoch chemischen Dämpfen, Spritzern oder Kondenswasser ausgesetzt sein.

Für diese Anwendungen wird ein korrosionsbeständiger Ultraschall-Füllstandssensor empfohlen. Das Sensormaterial, die Dichtungsstruktur, das Kabel, der Stecker sowie das Montagezubehör sollten alle für die chemische Umgebung geeignet sein.

Dies ist besonders wichtig bei Chemikalientanks, Nass-Trocken-Zuführern, Schlammbehältern und korrosiven Prozessflüssigkeiten.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

  • Überprüfen Sie vor der Auswahl die Art der Flüssigkeit und die chemische Verträglichkeit.
  • Verwenden Sie einen korrosionsbeständigen Ultraschall-Füllstandssensor für Chemikalientanks.
  • Ziehen Sie korrosionsbeständige Gehäuse oder geschützte Messflächen in Betracht.
  • Prüfen Sie, ob der Sensor mit Dämpfen, Spritzwasser oder Kondenswasser in Berührung kommen könnte.
  • Vermeiden Sie den Einsatz herkömmlicher Sensoren in Umgebungen mit aggressiven Chemikalien.

6.6 Auswahl eines Sensors ohne Temperaturkompensation

Die Temperatur beeinflusst die Schallgeschwindigkeit in der Luft. Da Ultraschallsensoren die Entfernung anhand der Schalllaufzeit berechnen, können Temperaturschwankungen die Messgenauigkeit beeinträchtigen. In Außentanks oder industriellen Umgebungen mit starken Temperaturschwankungen kann sich dieser Effekt deutlicher bemerkbar machen.

Ein Sensor ohne Temperaturkompensation funktioniert zwar in stabilen Innenräumen möglicherweise noch, kann jedoch bei erheblichen Temperaturschwankungen größere Fehler verursachen. Für eine genaue und stabile Ultraschall-Füllstandsmessung ist die Temperaturkompensation ein wichtiges Merkmal.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

  • Wählen Sie einen Sensor mit integrierter Temperaturkompensation.
  • Berücksichtigen Sie den Betriebstemperaturbereich der Anwendung.
  • Vermeiden Sie es, den Sensor in der Nähe starker Wärmequellen aufzustellen.
  • Wählen Sie für Außentanks einen Sensor, der für wechselnde Umgebungsbedingungen geeignet ist.
  • Überprüfen Sie sowohl die Angaben zur Genauigkeit als auch zur Temperaturkompensation.

6.7 Nichtberücksichtigung von elektrischen Störungen und der Kabelverlegung

In industriellen Automatisierungssystemen können elektrische Störungen durch Motoren, Pumpen, Wechselrichter, Magnetventile oder Hochleistungskabel die Sensorsignale beeinträchtigen. Eine unsachgemäße Kabelführung kann zu instabilen Messwerten oder abnormalen Ausgangssignalen führen, insbesondere bei analogen Signalen wie 0–10 V.In industriellen Automatisierungssystemen können elektrische Störungen durch Motoren, Pumpen, Wechselrichter, Magnetventile oder Hochleistungskabel die Sensorsignale beeinträchtigen. Eine unsachgemäße Kabelführung kann zu instabilen Messwerten oder abnormalen Ausgangssignalen führen, insbesondere bei analogen Signalen wie 0–10 V.

Ein 4–20-mA-Ultraschall-Füllstandsmessumformer eignet sich in der Regel besser für die Übertragung über große Entfernungen und in störungsbehafteten Industrieumgebungen, da er über eine höhere Störfestigkeit verfügt. Eine ordnungsgemäße Erdung, Abschirmung und Kabeltrennung sind ebenfalls wichtig.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

  • Halten Sie Sensorkabel von Hochleistungskabeln fern.
  • Verwenden Sie bei Bedarf abgeschirmte Kabel.
  • Wählen Sie einen 4–20-mA-Ausgang für industrielle Verkabelungen über große Entfernungen.
  • Beachten Sie die geltenden Vorschriften zur Erdung und Verkabelung.
  • Vermeiden Sie es, Sensorkabel über große Entfernungen parallel zu Motor- oder Umrichterkabeln zu verlegen.

6.8 Auswahl ausschließlich nach dem Preis

Die Wahl des kostengünstigsten Sensors mag auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, kann jedoch zu höheren Wartungskosten führen, wenn der Sensor für die jeweilige Anwendung nicht geeignet ist. Ein Sensor mit falschem Messbereich, geringer Schutzart, ungeeignetem Ausgangssignal oder mangelnder Umweltbeständigkeit kann wiederholte Fehlerbehebungen und Ausfallzeiten zur Folge haben.

Für industrielle Anwendungen empfiehlt es sich, den Sensor anhand der tatsächlichen Betriebsbedingungen auszuwählen, darunter Behälterhöhe, Flüssigkeitsart, Ausgangssignal, Einbauumgebung, Genauigkeitsanforderungen und langfristige Zuverlässigkeit.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

  • Wählen Sie den Sensor entsprechend den Anwendungsanforderungen aus, nicht nur nach dem Preis.
  • Überprüfen Sie Reichweite, Blindzone, Ausgangsleistung, Schutzart und Material.
  • Berücksichtigen Sie die langfristigen Wartungskosten und die Zuverlässigkeit des Systems.
  • Wenden Sie sich bei komplexen Einsatzbedingungen an den Sensorhersteller, um Unterstützung bei der Auswahl zu erhalten.
Zusammenfassung: Fehler, die es zu vermeiden gilt
Häufiger Fehler Mögliches Ergebnis Bewährte Verfahren
Den toten Winkel ignorieren Instabile Messwerte oder keine Messung in der Nähe des Sensors Totenwinkel prüfen und Einbauabstand einhalten
Falsches Ausgangssignal Probleme bei der Integration von SPS oder Steuerungen Ausgang an das Steuerungssystem anpassen
Sensor zu nah an der Tankwand Falsche Echos und ungenaue Pegeldaten Vertikal montieren und Hindernissen ausweichen
Schaum, Dampf und Turbulenzen außer Acht lassen Schwaches Echo oder falsche Messwerte Vor der Auswahl den Zustand der Oberfläche prüfen
Einsatz von Standardsensoren in korrosiven Behältern Verkürzte Lebensdauer oder Ausfall des Sensors Wählen Sie eine korrosionsbeständige Sensorkonstruktion
Keine Temperaturkompensation Die Genauigkeit ändert sich mit der Temperatur Verwenden Sie temperaturkompensierte Sensoren
Mangelhafte Kabelführung Signalinstabilität Verwenden Sie geeignete Verkabelung und Abschirmung
Die Entscheidung allein nach dem Preis Höhere Wartungskosten Wählen Sie entsprechend den Anwendungsanforderungen aus

Durch die Vermeidung dieser häufigen Fehler können Anwender die Messstabilität verbessern, den Zeitaufwand für die Fehlerbehebung reduzieren und die Lebensdauer des Ultraschall-Füllstandssensors verlängern. Bei industriellen Tankanwendungen ist die richtige Auswahl ebenso wichtig wie der Sensor selbst.

7. Checkliste für die Auswahl

Bevor man sich für einen Ultraschall-Füllstandssensor für einen Industrietank entscheidet, ist es hilfreich, die wichtigsten Anwendungsdetails im Voraus zu klären. Eine übersichtliche Auswahlcheckliste kann den Kommunikationsaufwand reduzieren, eine falsche Modellauswahl vermeiden und dem Sensorhersteller dabei helfen, eine besser geeignete Lösung zu empfehlen.

Die folgende Checkliste kann von Ingenieuren, Einkaufsteams, Geräteherstellern und Systemintegratoren bei der Auswahl eines Ultraschall-Füllstandssensors herangezogen werden.

7.1 Behälterhöhe und Messbereich

Ermitteln Sie zunächst die Gesamthöhe des Behälters und die tatsächlich erforderliche Messdistanz. Der Messbereich des Sensors sollte den gesamten Füllstandsbereich vom tiefsten bis zum höchsten Füllstand abdecken.

Wählen Sie den Sensor nicht allein anhand der Behälterhöhe aus. Auch die Einbauhöhe, die Einbaulage des Sensors und die Totzone müssen berücksichtigt werden.

Vor der Auswahl bestätigen:

  • Wie hoch ist der Tank insgesamt?
  • Wie groß ist die maximale Messreichweite?
  • Wie groß ist die minimale Messentfernung?
  • Ist der Sensor direkt auf dem Tankdeckel oder über dem Tank angebracht?
  • Wird ein Ultraschall-Füllstandssensor mit einer Reichweite von 2 m, 3 m, 4 m oder 6 m benötigt?

7.2 Minimaler und maximaler Flüssigkeitsstand

Der minimale und maximale Füllstand bestimmen den tatsächlichen Arbeitsbereich des Sensors. Bei manchen Anwendungen ist der Behälter möglicherweise nie vollständig leer oder vollständig voll, sodass der tatsächliche Messbereich kleiner sein kann als die Behälterhöhe.

Der höchste Flüssigkeitsstand ist besonders wichtig, da er nicht in die Totzone des Sensors gelangen darf.

Vor der Auswahl bestätigen:

  • Was ist der niedrigste zu messende Flüssigkeitsstand?
  • Was ist der höchste zu messende Flüssigkeitsstand?
  • Wird der Tank fast bis zum Rand befüllt?
  • Ist eine Überlaufsicherung erforderlich?
  • Ist eine kontinuierliche Füllstandsüberwachung erforderlich oder reicht eine Hoch-/Tiefstandserkennung aus?

7.3 Erforderlicher toter Winkel

Jeder Ultraschallsensor verfügt über eine Blindzone, die auch als Totzone bezeichnet wird. Die Flüssigkeitsoberfläche sollte stets außerhalb dieses Bereichs bleiben. Ist der Behälter sehr klein oder liegt der maximale Füllstand nahe am Sensor, ist möglicherweise ein Ultraschallsensor mit kleiner Blindzone erforderlich.

Vor der Auswahl bestätigen:

  • Welchen toten Winkel darf die Anlage zulassen?
  • Ist der Abstand zwischen der Sensorfläche und dem höchsten Flüssigkeitsstand ausreichend?
  • Ist für die Anwendung eine Nahbereichsmessung erforderlich?
  • Gibt es eine Begrenzung der Tankhöhe?
  • Wird ein kompakter Ultraschall-Füllstandssensor benötigt?

7.4 Flüssigkeitstyp

Die Art der Flüssigkeit hat direkten Einfluss auf die Auswahl des Sensors. Sauberes Wasser, Öl, chemische Flüssigkeiten, Schlamm, Zufuhrflüssigkeit und Abwasser erfordern unter Umständen unterschiedliche Sensorkonstruktionen.

Für Reinwassertanks ist in der Regel ein Standard-Ultraschall-Füllstandssensor geeignet. Für Chemikalientanks oder korrosive Flüssigkeiten wird ein korrosionsbeständiger Ultraschall-Füllstandssensor empfohlen. Bei Anwendungen mit Schlamm oder Nass-Trocken-Zuführungen sollten eine stabile Signalverarbeitung und Verschmutzungsunempfindlichkeit berücksichtigt werden.

Vor der Auswahl bestätigen:

  • Handelt es sich bei dem Medium um Wasser, Öl, eine chemische Flüssigkeit, Schlamm, Abwasser oder eine Zufuhrflüssigkeit?
  • Ist die Flüssigkeit ätzend?
  • Gibt es Schaum, Dampf, Wasserdampf oder Spritzer?
  • Ist die Flüssigkeitsoberfläche ruhig oder unruhig?
  • Ist ein korrosionsbeständiger Sensor erforderlich?

7.5 Ausgangssignal

Der Sensorausgang muss auf das Steuerungssystem abgestimmt sein. Je nach Anwendung kann ein analoger Ausgang, ein Schaltausgang oder eine digitale Schnittstelle erforderlich sein.

Für SPS-Systeme und industrielle Verkabelungen über große Entfernungen wird häufig ein Ultraschall-Füllstandsmessumformer mit 4–20 mA empfohlen. Für analoge Eingänge über kurze Entfernungen kann 0–10 V geeignet sein. Für die Alarm- oder Pumpensteuerung können PNP-/NPN-Schaltausgänge verwendet werden. Bei OEM-Geräten sind digitale RS232-/TTL232-Ausgänge möglicherweise praktischer.

Vor der Auswahl bestätigen:

  • Benötigt der Regler 4–20 mA, 0–10 V, PNP/NPN, RS-232 oder TTL-232?
  • Sind kontinuierliche Pegeldaten erforderlich?
  • Wird der Sensor zur Alarmsteuerung oder zur Prozessüberwachung verwendet?
  • Wie lang ist die Verkabelungsstrecke?
  • Ist der Sensor an eine SPS, ein Display, eine Steuerplatine oder ein eingebettetes System angeschlossen?

7.6 Installationsumgebung

Die Installationsumgebung wirkt sich sowohl auf die Messstabilität als auch auf die Lebensdauer des Sensors aus. Besondere Aufmerksamkeit erfordern Tanks im Außenbereich, feuchte Bereiche, korrosive Umgebungen, staubige Standorte sowie Tanks mit inneren Hindernissen.

Vor der Auswahl bestätigen:

  • Ist der Sensor im Innen- oder Außenbereich installiert?
  • Gibt es Regen, Staub, Feuchtigkeit, Kondenswasser oder Spritzwasser?
  • Gibt es ätzende Gase oder chemische Dämpfe?
  • Befinden sich im Tank Mischer, Rohre, Leitern, Einläufe oder Hindernisse?
  • Ist genügend Platz vorhanden, um den Sensor senkrecht anzubringen?
  • Sind mehrere Ultraschallsensoren nahe beieinander installiert?

7.7 Anforderungen an Genauigkeit und Auflösung

Für die einfache Füllstandsüberwachung kann die Standardgenauigkeit ausreichend sein. Bei Dosiersystemen, kleinen Behältern, der Prozesssteuerung oder der Bestandsüberwachung sind unter Umständen eine höhere Genauigkeit und Auflösung erforderlich.

Die Temperaturkompensation ist ebenfalls wichtig, da Temperaturänderungen die Schallgeschwindigkeit beeinflussen und sich auf die Messgenauigkeit auswirken können.

Vor der Auswahl bestätigen:

  • Welche Genauigkeit ist erforderlich?
  • Welche Auflösung ist erforderlich?
  • Ist eine Auflösung im Millimeterbereich erforderlich?
  • Sind für die Anwendung wiederholbare Messungen erforderlich?
  • Ist eine Temperaturkompensation erforderlich?
  • Benötigt der Sensor eine adaptive Verstärkung oder eine Signalfilterung?

7.8 Stromversorgung und Reglertyp

Bevor Sie den Sensor auswählen, überprüfen Sie bitte die verfügbare Stromversorgung und den Reglertyp. Industrielle Sensoren können je nach Modell und Ausgangstyp unterschiedliche Versorgungsspannungen verwenden.

Vor der Auswahl bestätigen:

  • Welche Stromversorgung steht zur Verfügung?
  • Wird der Sensor von der SPS, dem Schaltschrank oder der Geräteplatine mit Strom versorgt?
  • Unterstützt der Controller analoge Eingänge oder digitale Kommunikation?
  • Ist eine elektrische Isolierung erforderlich?
  • Gibt es besondere Anforderungen an Stecker oder Kabel?

7.9 Schutzart

Bei Industrietanks kann der Sensor Wasser, Staub, Feuchtigkeit oder Witterungseinflüssen ausgesetzt sein. Die Schutzart sollte der Einbauumgebung entsprechen.

Für den Einsatz in feuchten Umgebungen oder im Außenbereich ist möglicherweise ein Ultraschall-Füllstandssensor der Schutzklasse IP67 oder IP68 erforderlich. In chemischen Umgebungen sollten sowohl die Wasserdichtigkeit als auch die Korrosionsbeständigkeit berücksichtigt werden.

Vor der Auswahl bestätigen:

  • Ist die Schutzart IP65, IP67 oder IP68 erforderlich?
  • Wird der Sensor Regen oder Spritzwasser ausgesetzt sein?
  • Befindet sich der Tank im Freien?
  • Bildet sich im Tank Kondenswasser?
  • Muss das Kabel oder der Stecker ebenfalls wasserdicht sein?

7.10 Anforderungen an OEM- oder kundenspezifische Konstruktionen

Für Gerätehersteller und Systemintegratoren erfüllen Standardsensoren möglicherweise nicht immer alle Anforderungen. Bei manchen Projekten sind möglicherweise individuelle Anpassungen hinsichtlich Messbereich, Ausgangssignal, Gehäuse, Kabellänge, Steckertyp oder Kommunikationsprotokoll erforderlich.

Soll der Sensor in ein Originalgerät integriert werden, ist es ratsam, die technischen Anforderungen vorab mit dem Hersteller zu besprechen.

Vor der Auswahl bestätigen:

  • Reicht ein Standardmodell aus?
  • Ist eine OEM- oder ODM-Anpassung erforderlich?
  • Ist ein spezieller Messbereich erforderlich?
  • Ist ein spezielles Ausgabeprotokoll erforderlich?
  • Gibt es Vorgaben hinsichtlich der Gehäusegröße, der Kabellänge, des Steckers oder des Befestigungsgewindes?
  • Ist eine Eigenmarkenproduktion oder eine individuelle Anpassung der Chargen erforderlich?
Checkliste für die schnelle Auswahl
Zu bestätigender Punkt Zentrale Fragen
Tankhöhe und Reichweite Wie hoch ist der Tank? Welcher Messbereich wird benötigt?
Füllstandsbereich Wie lauten die Mindest- und Höchstfüllstände?
Toter Winkel Ist oberhalb des höchsten Flüssigkeitsstands genügend Abstand vorhanden?
Flüssigkeitstyp Handelt es sich um Wasser, Öl, Chemikalien, Schlamm, Abwasser oder eine Zufuhrflüssigkeit?
Ausgangssignal Wird 4–20 mA, 0–10 V, PNP/NPN, RS232 oder TTL232 benötigt?
Installationsumgebung Drinnen oder draußen? Feucht, staubig, korrosiv oder sauber?
Genauigkeit und Auflösung Welche Genauigkeit und Auflösung sind erforderlich?
Temperaturkompensation Ändert sich die Temperatur während des Betriebs?
Stromversorgung Welche Spannungen und Reglertypen sind verfügbar?
Schutzart Ist IP65, IP67 oder IP68 erforderlich?
Anpassung Ist eine OEM-/ODM-Lösung oder eine kundenspezifische Konstruktion erforderlich?

Eine umfassende Auswahlcheckliste erleichtert die Auswahl des richtigen Ultraschall-Füllstandssensors für die jeweilige Anwendung. Wenn Sie die Behälterhöhe, den Messbereich, die Art der Flüssigkeit, das Ausgangssignal, die Einbaubedingungen und die Anforderungen an die Genauigkeit angeben, kann der Sensorhersteller ein passenderes Modell empfehlen und so das Risiko von Einbauproblemen verringern.

8. Schlussfolgerung

Die Auswahl des richtigen Ultraschall-Füllstandssensors für einen Industrietank erfordert mehr als nur die Überprüfung der Tankhöhe. Um eine stabile und genaue Füllstandsmessung zu erzielen, sollten Ingenieure den Messbereich, die Totzone, das Ausgangssignal, die Art der Flüssigkeit, die Einbaubedingungen, die Genauigkeitsanforderungen und die langfristige Zuverlässigkeit berücksichtigen.

Für Standard-Wassertanks oder allgemeine Anwendungen zur Flüssigkeitslagerung bietet ein kompakter oder All-in-One-Ultraschall-Füllstandssensor eine zuverlässige berührungslose Messung bei einfacher Installation und geringem Wartungsaufwand. Für mittlere und große Industrietanks können je nach Tankhöhe und Einbaulage Ultraschall-Füllstandssensoren mit einer Reichweite von 3 m, 4 m oder 6 m ausgewählt werden.

Für Chemikalientanks, Schlammtanks, Nass-Trocken-Dosierer oder korrosive Umgebungen ist ein korrosionsbeständiger Ultraschall-Füllstandssensor in der Regel die bessere Wahl. Diese Anwendungen erfordern nicht nur eine berührungslose Messung, sondern auch geeignete Gehäusematerialien, eine stabile Signalverarbeitung sowie Beständigkeit gegen Dämpfe, Spritzwasser oder Verunreinigungen.

Bei SPS-basierten Tanküberwachungssystemen ist auch die Auswahl des Ausgangssignals von Bedeutung. Ein Ultraschall-Füllstandsmessumformer mit 4–20 mA eignet sich für industrielle SPSen und die Signalübertragung über große Entfernungen, während je nach den Anforderungen der Steuerung oder der OEM-Ausrüstung zwischen 0–10 V, PNP/NPN-Schaltausgang oder digitalem RS232-/TTL232-Ausgang gewählt werden kann.

Kurz gesagt: Der beste Ultraschall-Füllstandssensor sollte auf die tatsächlichen Betriebsbedingungen des Behälters abgestimmt sein. Indem Anwender vor der Auswahl den Messbereich, die Totzone, die Art der Flüssigkeit, das Ausgangssignal, die Einbaubedingungen und die Genauigkeitsanforderungen prüfen, können sie Fehlmessungen reduzieren, Einbauprobleme vermeiden und die langfristige Systemleistung verbessern.

Benötigen Sie Hilfe bei der Auswahl eines Ultraschall-Füllstandssensors für Ihren Tank? Kontaktieren Sie uns ISSRSensor unter Berücksichtigung Ihrer Tankhöhe, der Art der Flüssigkeit, der Einbaubedingungen und der Leistungsanforderungen. Unsere Ingenieure werden Ihnen ein für Ihre Anwendung geeignetes Modell empfehlen.

FAQ

Frage 1: Wie wähle ich den richtigen Messbereich für einen Ultraschall-Füllstandssensor aus?

A1: Um den richtigen Messbereich auszuwählen, sollten Sie die Behälterhöhe, die Einbaulage des Sensors, den minimalen Flüssigkeitsstand, den maximalen Flüssigkeitsstand und die Totzone ermitteln. Der Messbereich des Sensors sollte die gesamte Schwankung des Flüssigkeitsstands abdecken, darf jedoch nicht ausschließlich anhand der Behälterhöhe ausgewählt werden.

Bei kleinen Aquarien reicht ein 2 m Ultraschall-Füllstandssensor könnte ausreichen. Bei mittleren oder großen Industrietanks, 3 m, 4 m oder 6 m Ultraschall-Füllstandssensoren ist möglicherweise besser geeignet. Es wird außerdem empfohlen, einen gewissen zusätzlichen Messbereichsspielraum einzuplanen, um die Messstabilität zu verbessern.

Frage 2: Was ist die Totzone eines Ultraschall-Füllstandssensors?

A2: Die Blindzone, auch als Totzone bezeichnet, ist der Bereich in unmittelbarer Nähe der Sensoroberfläche, in dem der Ultraschallsensor keine zuverlässigen Messwerte liefern kann. Wenn der Flüssigkeitsstand in diesen Bereich vordringt, kann der Sensor instabile oder falsche Messwerte liefern oder gar keine gültigen Ausgangssignale erzeugen.

Bei der Installation eines Ultraschall-Füllstandssensors muss der höchste Füllstand außerhalb der Totzone liegen. Viele Probleme bei der Fehlerbehebung von Sensoren hängen damit zusammen, dass die Totzone bei der Auswahl oder Installation nicht berücksichtigt wurde [Ref.: 1, 2].

Frage 3: Können Ultraschall-Füllstandssensoren chemische Flüssigkeiten messen?

A3: Ja. Ultraschall-Füllstandssensoren können viele chemische Flüssigkeiten messen, da sie berührungslose Füllstandsmessung und müssen die Flüssigkeit nicht direkt berühren. Allerdings können chemische Dämpfe, Spritzer, Kondensat oder korrosive Gase dennoch die Sensoroberfläche und das Gehäuse beeinträchtigen.

Bei Chemikalientanks oder ätzenden Flüssigkeiten empfiehlt es sich, einen korrosionsbeständiger Ultraschall-Füllstandssensor oder korrosionsbeständiger Ultraschall-Füllstandssensor mit geeignetem Gehäusematerial und einer geeigneten Dichtungsausführung.

Frage 4: Welches Ausgangssignal soll ich wählen: 4–20 mA, 0–10 V, PNP/NPN oder RS232?

A4: Das Ausgangssignal sollte zu Ihrem Regler oder Automatisierungssystem passen.

  • 4–20 mA wird für industrielle SPS-Systeme und die Übertragung über große Entfernungen empfohlen.
  • 0–10 V eignet sich für den Eingang analoger Signale über kurze Entfernungen.
  • PNP/NPN-Schaltausgang eignet sich für Hoch-/Tiefpegel-Alarme oder zur Pumpensteuerung.
  • Digitaler Ausgang RS232 / TTL232 eignet sich für OEM-Geräte, eingebettete Systeme und intelligente Geräte.

Wenn Ihr Projekt eine flexible Integration erfordert, ist möglicherweise ein Ultraschall-Füllstandssensor mit mehreren Ausgängen oder ein All-in-One-Modell die bessere Wahl.

Frage 5: Funktionieren Ultraschall-Füllstandssensoren auch bei Schaum, Dampf oder turbulenten Flüssigkeitsoberflächen?

A5: Ultraschallsensoren können in vielen industriellen Behältern eingesetzt werden, doch starker Schaum, starker Dampf, Dämpfe, Turbulenzen und Kondensation können das Ultraschallecho abschwächen oder streuen. Dies kann zu instabilen Messwerten oder Signalverlust führen [Ref.: 1, 4, 6].

Unter diesen Bedingungen sollte der Sensor in ausreichendem Abstand zu Einfüllstutzen, Mischern und Spritzbereichen installiert werden. Außerdem ist es sinnvoll, einen Sensor mit stabiler Echoverarbeitung, Filterung, adaptiver Verstärkung und Temperaturkompensation zu wählen. Bei starker Schaumbildung oder starker Dampfentwicklung sollte möglicherweise eine Radar-Füllstandsmessung in Betracht gezogen werden.

Frage 6: Wie sollte ein Ultraschall-Füllstandssensor an einem Tank installiert werden?

A6: Der Sensor sollte senkrecht über der Flüssigkeitsoberfläche angebracht werden und direkt auf die Flüssigkeit ausgerichtet sein. Er sollte nicht zu nahe an der Behälterwand, dem Einlauf, der Leiter, einem Rohr, einem Rührwerk oder anderen inneren Hindernissen installiert werden, da diese Objekte falsche Echos erzeugen können.

Bei der Installation sollte außerdem ein ausreichender Abstand zwischen der Sensorfläche und dem höchsten Flüssigkeitsstand eingehalten werden, um eine Totzone zu vermeiden. Für den Einsatz im Freien oder in feuchten Umgebungen wählen Sie einen wasserdichter Ultraschall-Füllstandssensor mit einer geeigneten Schutzart, wie beispielsweise IP67 oder IP68.

Frage 7: Warum liefert ein Ultraschall-Füllstandssensor falsche Messwerte oder ein instabiles Ausgangssignal?

A7: Falsche Messwerte oder eine instabile Ausgangsleistung werden in der Regel durch einen oder mehrere der folgenden Gründe verursacht:

  • Flüssigkeitsstand erreicht die Blindzone
  • Der Sensor ist zu nah an der Tankwand oder an Hindernissen angebracht
  • Schaum, Dampf, Turbulenzen oder Kondensation
  • Falsches Ausgangssignal oder Verkabelungsproblem
  • Elektrische Störungen durch Motoren, Pumpen oder Wechselrichter
  • Standardsensor für den Einsatz in korrosiven Umgebungen
  • Keine Temperaturkompensation bei schwankenden Temperaturbedingungen

Durch die Überprüfung der Einbaulage, des toten Winkels, des Zustands der Flüssigkeitsoberfläche, der Verkabelung und der Sensorspezifikationen lassen sich viele Probleme bei der Fehlerbehebung bei Ultraschall-Füllstandssensoren beheben.

Frage 8: Ist ein Ultraschall-Füllstandssensor besser als ein Schwimmer-Füllstandssensor?

A8: Ein Ultraschall-Füllstandssensor ist oft die bessere Wahl, wenn eine berührungslose, kontinuierliche Füllstandsmessung erforderlich ist. Er hat keine beweglichen Teile und kommt nicht mit der Flüssigkeit in Berührung, wodurch Probleme durch Anhaftungen, Korrosion, Verunreinigungen und mechanischen Verschleiß vermieden werden können.

Ein Schwimmer-Füllstandssensor ist einfach und kostengünstig, eignet sich jedoch in der Regel eher für die einfache Erkennung von Hoch- und Niedrigständen in sauberen Flüssigkeiten. Für die Füllstandsmessung in Industrietanks, Chemikalientanks, Schlammtanks oder Anwendungen, bei denen kontinuierliche Daten erforderlich sind, sind Ultraschall-Füllstandssensoren oft besser geeignet.

Frage 9: Können Ultraschall-Füllstandssensoren für Schlamm oder Nass-Trocken-Zuführer verwendet werden?

A9: Ja, Ultraschall-Füllstandssensoren können für bestimmte Anwendungen mit Schlamm, Zufuhrflüssigkeiten, Nass-Trocken-Zuführern oder verunreinigten Flüssigkeiten eingesetzt werden. Da die Flüssigkeitsoberfläche jedoch uneben, klebrig oder instabil sein kann, sollte der Sensor über eine stabile Signalverarbeitung und eine gute Umgebungsbeständigkeit verfügen.

Für Nass-Trocken-Zuführungen oder korrosionsbeständige Kompaktbehälter, ein Ultraschall-Füllstandssensor mit Korrosionsschutz für kurze Messreichweiten mit einem digitalen Ausgang wie RS232 kann eine praktische Option sein.

Frage 10: Benötigen Ultraschall-Füllstandssensoren eine Temperaturkompensation?

A10: Ja, eine Temperaturkompensation wird für eine genaue und stabile Ultraschall-Füllstandsmessung empfohlen. Ultraschallsensoren berechnen die Entfernung anhand der Schalllaufzeit, und die Schallgeschwindigkeit ändert sich mit der Temperatur.

In Außentanks oder industriellen Umgebungen mit starken Temperaturschwankungen kann ein Sensor ohne Temperaturkompensation größere Messfehler verursachen. Für eine bessere Leistung sollten Sie einen Sensor wählen, der integrierte Temperaturkompensation, stabile Filterung und zuverlässige Echoverarbeitung.

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